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Geschichte

Wie hat sich die heutige gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische Lage entwickelt? Nachfolgend einige Notizen darüber, was früher war.

bulletDie Frühzeit: Entwicklung zur Zeit der Römer. Die Entstehung der heute noch existierenden Korporationen.
bulletDer Saumweg: Eine unscheinbare Bachüberquerung erinnert an die Vergangenheit. Einschnitte im Wald sind uralte Wagenspuren.
bulletGründung der Eidgenossenschaft: Die schweizerische Eidgenossenschaft beginnt sich langsam zu entwickeln.
bulletDie Zeit um 1800: Unabhängigkeitserklärung der englischen Kolonien in Nordamerika und Entstehung der USA. Französiche Revolution. Suworows Marsch über die Alpen. Europa ist in Aufruhr und in der kriegerischen Zeit entsteht die heutige Schweiz.
bulletHeute: Im Zugerland trifft man bei Wanderungen immer wieder auf alte Bunker und Befestigungsanlagen; einige Bemerkungen.
Ein Blick in die Statistik
bulletKirchturm Baar
bulletGlocken im Baarer Kirchturm
bulletJoel R. Poinsett

Die Frühzeit

Nachdem die Römer ihr Reich erweitert hatten, rückten die Alemannen nach Süden vor. Nach überschreiten der nördlichen Schutzwälle (Limes) begannen sie sich im Norden der heutigen deutschsprachigen Schweiz niederzulassen. Römer und Alemannen arrangierten sich mit dieser Tatsache.

Die Alemannen hatten ein ausgeklügeltes Verwaltungssystem. Es gab Einheiten von Hundert (Hundertschaft, mil. Einheit). Dies war das Grundelement der "Regierung" mit einem Anführer. Innerhalb dieser Einheit erhielten die Mitglieder Land für Haus und Scheunen. Jedes der Mitglieder hatte das Recht, eine bestimmte Anzahl Vieh auf das gemeinsame Land (Allmend) zu treiben. Der Wald wurde gemeinsam genutzt. Die gemeinsamen Felder wurden unter die Mitglieder verteilt. Es wurde nach dem 3-Felder System angebaut:

  Feld 1 Feld 2 Feld 3
Jahr 1 Winter Frucht Sommer Frucht Regeneration
Jahr 2 Sommer Frucht Regeneration Winter Frucht
Jahr 3 Regeneration Winter Frucht Sommer Frucht

Bis heute bestehen immer noch wichtige Teile dieser Organisationen in vielen Teilen der Zentralschweiz, so auch in Baar. Land und Wälder welche gemeinsam genutzt wurden sind noch heute im Besitz der "Korporation" und werden durch diese verwaltet. Während 1500 Jahren gab es viele Wechsel in Herrschaft und Landbesitz (Habsburger, Klöster), aber die Bauern besassen immer eine gewisse Freiheit in ihren Entscheiden, - und sie nutzten sie auch.

Kirche und Turm St. MartinEin auffälliges Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit manifestiert sich bis zum heutigen Tag im "Patriarchen" oder "Lothringer" Doppelkreuz auf dem Kirchturm der katholischen Kirche und im Ausdruck "Alt fry Baar" der nicht nur in alten Schriften auftaucht

Zum "Korporationsbürger" gehörte das persönliche Recht (Mitgliedschaft) und das reale Recht (Nutzen). Zum Recht gelangte man entweder durch Abstammung, durch Verleihung (restriktiv gehandhabt) oder durch eheliche Geburt (Verheiratung mit zugezogener Frau war akzeptiert). Das Recht konnte verlieren wer sich bei Wegzug nicht um die Erneuerung kümmerte.
Der Gebrauch der Geschlechternamen wurde erst ab dem 14. Jahrhundert üblich.

Uschterbänkli

Am Beispiel dieser Holzbank an prächtiger Lage auf der Baarer Oberallmend wird die Wirkung des Nutzenrechts llustriert: 

Im Jahr 2001/2002 war der Korporationsbürger Hanspeter Uster Landamman des Kantons Zug (ranghöchstes Mitglied der kantonalen Exekutive). 
Usterbank Da er seit einiger Zeit nicht mehr in seinem Korporationsgebiet wohnte, sondern im zu Baar gehörenden Inwil, hatte er keinen Anteil mehr am Nutzen. 

Mit gewissem Schalk entschied dann der Korporationsrat, dem emigrierten Prominenten trotzdem einen gewissen Nutzen zuzugestehen, in Form einer Sitzbank mit Inschrift.
Die Bank darf natürlich auch von anderen "Nicht nutzigen" benutzt werden!

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Die "Korporation" war sorgfältig darauf bedacht, die Grösse ihrer Besitze zu halten. Generell (bis heute) wird Land nicht verkauft. Wenn Land verkauft wurde, sorgte man durch Zukauf für angemessenen Ersatz. Landverkauf innerhalb der Einheit wurde durch interne Steuern erschwert. Zugezogene konnten zwar das Bürgerrecht erhalten, das Nutzungsrecht erhielten sie aber nicht automatisch.
Nichtsdestotrotz ist die Korporation des öftern grosszügig indem sie Land abgibt für öffentliche Zwecke (Schulen, Spital). Vor einigen Jahren wurde Land im Baurecht an etwa 80 Familien abgegeben.

Mit der "Immigration" wurde eine zweite Verwaltungsebene notwendig: die Bürgergemeinde. Sie repräsentiert die Mitglieder der Korporation mit Nutzungsrecht plus diejenigen ohne.

Bald erschienen zusätzliche "Immigranten": Personen mit Bürgerrecht ausserhalb der Gemeinschaft und ohne Nutzenrecht. Dazu wurde die "Einwohnergemeinde" ins Leben gerufen, als politische Gemeinde. Eine weitere Körperschaft war und ist die (katholische) "Kirchgemeinde".

Strassen und Flüsse waren ein wichtiges Element. Es gab klare Bestimmungen betreffend Wegrecht und die Pflicht zum Unterhalt der Strassen. Da Baar an einer wichtigen Handelsroute (Zug - Horgen) lag, war die Hauptstrasse und deren Wartung besonders wichtig. Das gleiche galt für die Flüsse: Vorkehrungen gegen Ueberschwemmungen waren notwendig. Später wurden die meisten öffentlichen Strassen durch Einwohnergemeinde oder Kanton übernommen und der Unterhalt ist nun deren Aufgabe.

Bereits um 1500 hatte Baar einen öffentlichen Brunnen (Wasserleitung aus Holz). 1872 baute die Korporation Baar-Dorf die erste moderne Wasserversorgung aus Stahlrohren, mit Reservoir und mehreren Brunnen. Bis heute liegt die Baarer Wasserversorgung in den Händen der Korporation.

Vier der fünf Allmendgemeinden (Fotos aus St.Anna-Kappelle)
(Es fehlt Grüt)

Der Kanton Zug besteht aus 11 Gemeinden. Baar als Eine davon, ist strukturiert wie oben beschrieben, mit 5 Allmendgemeinden. Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (plus 6 Halbkantone) und etwa 2900 Gemeinden. Jeder Kanton hat seine eigene Traditionen und eigenständige Organisation.

Lit.: Aloys Müller:Geschichte der Korporation Baar-Dorf, 1945

Aufgaben der Bürgergemeinde heute:

bulletEinbürgerungen: Schweizer und Ausländer, die das Baarer Bürgerrecht erhalten möchten.
bulletSozial- und Vormundschaftswesen:  die Bürgergemeinde sorgt für die in der Bürgergemeinde wohnenden Bürger.
bulletKrankenanstalt: Als "Stiftung Spital Baar". Organisatorisch und durch zur Verfügungstellung von Geld und Bauland massgebend am Spitalwesen beteiligt.
bulletAlterswohnungen: Wesentlich am Bau von preisgünstigen Alterswohnungen und Pflegeplätzen beteiligt.
bulletRathaus und "Schüür": Eigentümerin des Rathauses. Unterhalt und zur Verfügungstellung auch an Einwohnergemeinde.
bulletLiegenschaft Schwand: Der Hof wird durch die Bürgergemeinde verpachtet und unterhalten.
bulletVerwaltung von Stipendien und Stiftungen.
bulletFörderung der Heimatverbundenheit

Korporation Baar-Dorf  

bulletsorgt für kostengünstige Wasserversorgung in Baar 
bulletstellte verschiedentlich Land zur Verfügung: für Schulen, Sportanlagen, Strassen, für den Bau von privaten Eigenheimen (im Baurecht)
 

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Saumweg Zug-Baar-Horgen

Bereits zur Römerzeit bestanden Handelsrouten zwischen Italien und Deutschland. Ein Weg führte vom Vierwaldstädtersee her kommend über Küsnacht, den Ort Immensee über den Zugersee nach Zug und von dort weiter nach Baar. 
Von Baar nach Sihlbrugg musste im Breitholz mühsam eine Steigung im Wald überwunden werden. Es gibt Beweise, dass bereits 1267 "in der Babenwag" (heute Sihlbrugg) eine Furt bestand, 1326 eine Brücke mit Zoll. Die alte Babenwag Holzbrücke wurde etwas weiter flussaufwärts verschoben.
Die Bahnstation und das Dorf befinden sich etwa 2 km flussabwärts, an der Hauptstrasse nach Zürich.
Eine Erinnerung an die Zeit zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert besteht unter anderem im Römerbrüggli bei Deinikon. Die tiefen  Einschnitte im Hang stammen von den damaligen Fuhrwerken. Zwischen Sihlbrugg und Horgenberg müssen ebenfalls gefährliche Strassenverhältnisse geherrscht haben.

Es besteht ein markierter  Wanderweg (braune Wegweiser "Saumweg"), der soweit wie möglich noch auf dem alten Saumweg verläuft. Der Weg verläuft von Zug "Sust" (nähe Zytturm) über Baar und Sihlbrugg nach Horgen.
Alte Karrenwege Rechts können noch alte Karrenwege ausgemacht werden
Römerbrücke Eine alte Brücke aus dem 17. Jh.

Dazu ist auch eine kleine Broschüre erhältlich bei Zug Tourismus, Verkehrsverein Baar, Verkehrsverein Zug.

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Gründung der Eidgenossenschaft

Die schweizerische Eidgenossenschaft entwickelte sich langsam, aber stetig.

Die Gründer des vorerst lockeren Bundes waren weder Rebellen, noch Revolutionäre. 
Bestimmt wurde das Geschehen im europäischen Raum genau beobachtet und analysiert. 
Mit dem Ausbau des Gotthard-Passes wurde eine neue, kurze Handelsroute zwischen dem Süden und dem Norden eröffnet. Dadurch wurden neue Verdienstmöglichkeiten, aber auch Kommunikations- und Handels Möglichkeiten erschlossen. 

Mit dem Tod des deutschen Kaisers Friedrich II im Jahre 1250 begann in Europa eine schwierige Zeit, mit politischer Unsicherheit.
Bereits früher hatten sich die Urschweizer gegenseitig Unterstützung im Falle von äusserer Bedrohung oder unfairer Einmischung zugestanden.

1291, nach dem Tod des Königs Rudolf I. von Habsburg, wurde offensichtlich, dass sich die neuen Herrscher nicht um alte Rechte kümmern würden, die den Schweizern seit langer Zeit zugestanden worden waren. 
So erneuerten denn die Schweizer den früher abgeschlossenen Pakt. Dieser gilt als eigentliche Gründung der heutigen Schweiz. Wesentlicher Punkt darin war, dass man fremde Richter ablehnte.

Im Gegensatz zum übrigen Teil des ehemaligen "Römischen Reiches Deutscher Nation" waren Bauern und Gewerbler in der Schweiz selbstbewusst und mit weitreichenden Rechten versehen, die sie keineswegs aufzugeben gewillt waren. - Für neue Herrscher eine schwierige Situation. Zu verschiedenem Privatbesitz und Besitz von Klöstern und Fürsten kam noch gemeinsam verwalteter dazu: Korporationen. Als Vertreter des Königs war ein Vogt eingesetzt (oberstes Gericht, Steuern, Militär).

Die Ziele der neuen Herrscher mit Verwaltung nach zentralistischem System und der Schweizer nach föderativem, waren nicht vereinbar. Auch Zürich und Luzern vertraten die föderative Politik. So kam es denn bald zu kriegerischen Auseinandersetzungen,  auch ausserhalb der Schweiz.

Die Lage eskalierte, als die neuen Herrscher Partei für das im Streit mit den Schwyzern liegende Kloster Einsiedeln ergriff. Im Jahre 1314 führten die Schwyzer eine Strafaktion mit Brandschatzung, Plünderung und Gefangennahme durch.

Das konnten sich die Herzöge Friedrich und Leopold nicht bieten lassen und erklärten 1315 gegen die Waldstätte den Krieg.
Am 15. Nov. zog ein gutausgerüstetes Reiterheer gegen die Schweizer. 
Diese, mit einfacher Ausrüstung, aber perfekter Kenntnis der Gegend und offenbar hervorragend informiert, bereiteten der Armee eine vernichtende Niederlage am Morgarten. Dabei waren die vielleicht zu selbstsicheren Oesterreicher in einen Hinterhalt am Ende des Sees geraten. Das Gelände dort war sumpfig, eng und auf beiden Seiten durch bewaldete Hügel begrenzt.

Der Kampf gilt als Markstein in der Eidgenossenschaft, denn damit hat der "Bund" zum ersten Mal gemeinsam gegen einen Feind gekämpft.

Der Sieg verhalf auch zu Anerkennung bei benachbarten Regionen. Luzern (1332), Zürich (1351), Glarus (1352), Zug (1352) und Bern (1353) traten dem Bund bei.

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Von der Helvetischen Republik zur Schweiz

Notizen zur Zeit um 1800, als sich die Schweiz aus einem de facto Satelliten Frankreichs zum Staat Schweiz wandelte.

1783:
In Nordamerika sind die Kolonien nicht mehr bereit, an England Steuern zu bezahlen. England muss die neuen "Vereinigten Staaten von Amerika" akzeptieren. Bemerkenswert ist deren Verfassung, die explizit fordert, dass der Staat die Rechte der Bürger zu schützen hat. Bisher war es umgekehrt: die Bürger hatten dem Staat zu dienen!

Der frische Wind aus den USA macht die Europäer auf ihre politische und gesellschaftliche Erstarrung aufmerksam. Besonders in Frankreich bestand guter Nährboden für umfassende Reformen, wegen unbeschränkt herrschendem König, Verschwendung, Willkür, Arroganz.

1789:
In Paris gelangt das Bürgerturm an die Macht: Sturm auf das Staatsgefängnis Bastille, Abschaffung der Vorrechte von Adel und Kirche. Was anfänglich noch eine faire Sache war, artet in blutige Abrechnungen aus. Nach den Vorgängen in Frankreich denkt man in der Schweiz über eigene Wege nach.

1792:
Die europäischen Regierungen fürchten sich vor der Ausbreitung der französischen Ideen. Sie schliessen sich zu einer Koalition zusammen. Die französischen Revolutionsführer versuchen zuvorzukommen und erklären im April 1792 Oesterreich den Krieg.

Nun hatte die Schweiz ein Problem:
1777 hatte sie mit Frankreich für 50 Jahre ein Bündnis erneuert. Damit ist sie nun gegen den eigenen Willen Bündnispartner mit dem revolutionären Frankreich!

Das Bündnis von 1777 war darauf zurückzuführen, dass 1772 die osteuropäischen Mächte Preussen, Oesterreich und Russland das ohne Zentralgewalt ausgerüstete Königreich Polen bis auf einen Rest unter sich aufgeteilt hatten. Die Schweiz empfand das als höchst fragwürdig und suchte aus diesem Grund Rückhalt bei Frankreich.

Nun, nach dem Sturz der französischen Monarchie stand das ganze Allianzsystem Kopf. Die Schweiz ist politisch und militärisch unfähig, sich aus dieser Situation zu befreien. Es sollte noch schlimmer kommen.

Am 10.Aug 1792 versammelt sich eine bewaffnete und drohende Menge vor den Tuillerien in Paris (Königspalast). Als die Menge zum Sturm ansetzte wurde sie durch die Palastgarde, bestehend aus Schweizern, zurückgehalten. Mitten im Kampf befahl der König seiner Schweizergarde, den Kampf einzustellen. In der Folge wurde die ganze Garde getötet. (Das Löwendenkmal in Luzern erinnert daran). Nach dem Untergang der Schweizergarde verabschiedete der franz. Konvent alle in Frankreich stehenden Schweizer Truppen, da sie sich nicht für die Revolution gewinnen liessen. -Dies entgegen allen Verträgen und ohne Entschädigung.

Die blutigen Vorgänge im Nachbarland lösten in der Schweiz eine Frankreich-feindliche Stimmung aus.

Bald wird Genf durch einmarschierende franz. Truppen "geschützt". In der Folge wurde eine ähnliche Schreckensherrschaft wie in Paris eingerichtet.

England beobachtete die Situation mit grosser Sorge. England, die Niederlande, Spanien und Neapel treten der Koalition gegen Frankreich bei.

In der Schweiz sind die Regierungen völlig verunsichert (Zu jener Zeit bestand die Schweiz aus einem Bund von autonomen Kantonen). Die Unruhe wird noch geschürt durch französische Agenten.

Frankreich fordert nun von den Schweizern ultimativ, Reformen wie in Frankreich durchzuführen, andernfalls würde die Schweiz besetzt. Es gibt etliche besonnene Männer, wie z.B. der in österreichischen Diensten stehende General Hotze, die versuchen Ordnung ins Durcheinander zu bringen.

Schliesslich marschieren die französischen Truppen fast widerstandslos in die Schweiz ein.

1798:
Der franz. Regierungskommissär Lecarlier deklariert, er habe die Macht in Helvetien (der Schweiz) übernommen. Oeffentliches Geld, das nicht für die eigenen (franz) Truppen gebraucht wird, verschiebt man nach Paris. Der Wohlstand in der Schweiz verwandelt sich in Armut. Die alte Eidgenossenschaft ist am Ende.

Die aufgezwungene Verfassung wird weitgehend abgelehnt, insbesondere in der Zentralschweiz.

Es kommt zu Kampfhandlungen, wobei die Franzosen siegen und die "Rebellen" bestraft werden. Besonders hart wird Nidwalden bestraft.

Die Schweiz wird Kriegsschauplatz der europäischen Mächte und Heere. In Graubünden, wo die neue Verfassung ebenfalls abgelehnt wurde, verlassen der franz. Statthalter und die Anhänger Frankreichs das Land.

Die nun massgebende Partei bittet Oesterreich (Kaiser Franz) um Hilfe. Im Herbst 1798 rücken österreichische Truppen in Graubünden ein.

In einer neuen Koalition gegen Frankreich schliessen sich England, Russland, Oesterreich, Türkei, Neapel und Portugal zusammen.

1799:
Kriegserklärung der Koalition am 1.3.1799 an Frankreich.

Im April 1799 greift der franz. General Massena Oesterreich in Rätien (Graubünden) an. Massena ist erfolgreich und integriert Rätien in die Helvetische Republik.

Dies war nur ein Teilerfolg: Frankreich verliert die Lombardei und muss sich in die Westalpen zurückziehen. Auch in Feldkirch wird General Massena geschlagen. In Süddeutschland verlieren die Franzosen ebenfalls. Damit wird Frankreichs Position in der Schweiz bedrohlich, zumal sich die Schweizer immer wieder gegen ihre Besatzer auflehnen.

Mitte Mai beginnen die Oesterreicher eine Offensive gegen die Ostschweiz. Sie gewinnen die Ostschweiz und Zürich. Die Franzosen stehen nun in einer Linie von Basel dem Rhein entlang bis zur Aare, der Limmat aufwärts bis Uetliberg. Der Gotthard wird ebenfalls von den Franzosen gehalten.

Die Koalition ändert überraschend den Kriegsplan:
Erzherzog Karl wird von der Ostschweiz abgezogen und für den Angriff in Frankreich eingesetzt. Der in Süddeutschland stehende General Korsakov soll die Oesterreicher ersetzen.

Suworows Aufgabe:
Der in Italien erfolgreiche General Suworow soll vom Süden über den Gotthard in die Schweiz marschieren und sich mit Korsakov vereinigen. 
Nach Ansicht der Koalitionspartner hätte die Strategieänderung erst nach der Vereinigung der beiden russsischen Armeen stattfinden sollen.

Suworows Desaster:
Bevor es aber zur Vereinigung kommt, greift General Massena die Armee Korsakovs in Zürich an. Korsakov muss sich nach Süddeutschland zurückziehen.

Für den Vorstoss in die Schweiz hätte Suworow etwa 1400 Maultiere gebraucht. Er erhielt, mit fünftägiger Verspätung etwa 650 und musste deshalb weniger geeignete Kosakenpferde verwenden.

Der gesamte Feldzug wird durch schlechtes Wetter begleitet.
 
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Denkmal in der Schöllenen
(An der Hauptstrasse Göschenen - Andermatt)
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Suworow Denkmal Franzosenplatz Schlacht bei Teufelsbrücke

In Altdorf angekommen muss Suworow davon Kenntnis nehmen, dass keine Schiffe z.V. stehen, die Franzosen hatten sie nach Bauen in Sicherheit gebracht. Suworow entscheidet sich, die Armee über den Kinzigpass ins Muothatal zu führen und so Korsakov bei Zürich zu helfen.

In Muothatal muss er aber Kenntnis nehmen vom Umstand, dass Korsakov geschlagen wurde und sich auf dem Rückzug nach Deutschland befindet. Eine weitere Hiobsbotschaft erreicht ihn: General Hotze, einer seiner wichtigsten Generäle, war in Schänis gefallen. 
Um seine Truppen sicher nach Hause führen, zieht Suworow über den Pragelpass nach Glarus. Ein weiterer Pass, der Panixer nach Ilanz, wird überquert.

Es gelingt Suworow in der Folge, etwa die Hälfte seiner ursprünglichen Truppen über Oesterreich zu retten.

Mit den Niederlagen der Koalition wurde die französische Besatzung in der Schweiz gestärkt. Die rebellischen Orte und Landschaften haben empfindliche Bussen zu bezahlen. Die Frankreichtreuen helvetischen Politiker wurden gestärkt. Die Opposition bleibt aber trotzdem stark.

1801:
Oesterreich schliesst mit Frankreich Frieden, in den auch die Schweiz miteinbezogen wird. In der Folge überreicht Napoleon (www.epoche-napoleon.net) den Schweizern einen neuen Verfassungsvorschlag. 
Ein zweiter Vorschlag, mit mehr zentralistischer Staatsführung, wird in einer Volksabstimmung abgelehnt. Sie wird trotzdem mit juristischen Tricks eingeführt. Es folgt eine politisch unruhige Zeit, Helvetik genannt, in der aber trotzdem wichtige Grundlagen geschaffen wurden. In dieser Zeit bereiste auch der junge Joel R. Poinsett die Schweiz und er war überrascht was er da sah.

Napoleonische Kriege:

In Europa gibt sich Napoleon als unumschränkter Herrscher, der Frankreich als Diktator regiert. Die Schweiz als Staatenbund ist zwar unabhängig, muss aber gewichtige Auflagen von Frankreich erfüllen: 16'000 Mann Truppen z.V. Frankreichs, die Offiziere werden durch Frankreich bestimmt. Im Falle dass Frankreich angegriffen würde müssten weitere 8'000 Mann z.V. gestellt werden. Frankreich zieht Vorteile aus der schweizerischen Wirtschaft.

England betrachtet Frankreich noch immer als seinen Feind. Mit Napoleons Kontinentalsperre gegen England wird auch die Schweiz hart getroffen. Während den 9 Jahren Krieg war zwar die Schweiz nicht direkt betroffen, aber die rund 10'00-16'000 Schweizer Truppen mussten unter Napoleon den Blutzoll bezahlen.

Völkerrechtlich wurde die Schweiz trotzdem als neutral angesehen. Der Kriegsdienst ist unter den jungen Schweizern verhasst, er hatte die Aera des Abenteuerlichen, Heroischen verloren.

Die Katastrophe geschieht dann im Russlandfeldzug, wo die Schweizer den Rückzug des napoleonischen Heeres zu schützen hatten. Von den 10'000 Mann kehrten ganze 700 krank und abgezehrt nachhause. 

Nach der Niederlage Napoleons wird die Schweiz gezwungen, der alten Koalition wieder beizutreten. Wieder einmal sind sich die Schweizer uneinig, pro- und kontra Napoleonische Lager stehen sich gegenüber.

1815:
Insbesondere Fürst Metternich drängt darauf, eine neue geeinte und befriedete Schweiz herzustellen. Mit dem ersten und dem zweiten Wienerkongress 1815 wurde das wesentliche schweizerische Staatsgebiet bestimmt.

Beim neuen Krieg, den der zurückgekehrte Napoleon beginnt, stellen sich die Schweizer nun klar auf die Seite der Koalition. Sie ziehen auch die Schweizer Regimenter unter Napoleon zurück. Nach 100 Tagen wird Napoleon gefangen, die Zeit für einen neuen Frieden ist gekommen.

Im Abkommen vom 20.11.1815 wird die immerwährende Neutralität und Unabhängigkeit durch die Vertreter aus Frankreich, Oesterreich, Portugal, Preussen und Russland hervorgehoben und als im Interesse Europas liegend anerkannt. Für die Sicherung der Neutralität hat die Schweiz selber zu sorgen.

Am 7.8.1815 wird der Bundesvertrag in Kraft gesetzt (Restaurationsverfassung), der bis zur neuen Bundesverfassung 1848 gelten sollte. Damit wird innenpolitisch Ordnung hergestellt. Nachteilig darin war, dass die einzelnen Kantone sehr weitgehende Rechte hatten, die Gesamtschweiz aber kaum als Einheit agieren konnte. Aber Europa hatte ja nach den napoleonischen Kriegen ebenfalls seine Probleme.

Mit der neuen Verfassung wird die Landesverteidigung zu einem Bundeszweck definiert. Die Armee und ihre Manöver stellen nun ein gemeinsames Band mit einer gemeinsamen Grundlage her.

Mit der Weiterentwicklung von Handel, Industrie und Gewerbe in Europa und mit neuen Kriegen und Aufständen in den Kolonien wird es auch in der Schweiz politisch wieder unruhig.

Mit der Aufnahme von politischen Flüchtlingen verärgert die Schweiz die europäischen Mächte. In der Folge gibt die Schweiz nach und führt auch eine Zeitungszensur ein. Je nach Kanton ist man aber mehr oder weniger streng.

In der schweizerischen Bevölkerung wächst nun der Wille, sich unabhängig den Problemen zu stellen. Sie wird von der neuen Revolution im Jahre 1830 in Paris verschont und kann sich auf die interne demokratische und liberale Erneuerung konzentrieren.

1848:
Die heutige Schweiz wird als Bundesstaat 1848 mit einer neuen Verfassung gegründet. Der Weg dazu führte allerdings auch über Unruhen, Auseinandersetzungen und Verfassungsänderungen in einzelnen Kantonen. Die Einmischungsversuche von ausserhalb zeigen Mängel in der schweizerischen Staatsführung auf, aber die Basis zu einer neuen Schweiz ist nun definitiv gelegt.

In die Verfassung wurden insbesondere Teile aus der Verfassung der jungen USA übernommen, z.B. das Zweikammersystem.

Heute

Es ist sehr wahrscheinlich: beim Wandern steht man plötzlich vor einem alten, überwachsenen Bunker oder einem Betonklotz...

Das Reduit

Während des Zweiten Weltkriegs war die Schweiz eingeschlossen durch Deutschland und ihren Alliierten Italien. Es war offensichtlich, dass die Schweiz nicht die ganze 2000 km lange Front gegen den unheimlich erfolgreichen und Hochmechanisierten Gegner würde halten können. Durch den damaligen General Guisan wurde deshalb entschieden, die Hauptmacht der Armee in den Bergen zu konzentrieren, wo Verteidigung und wiederholte kleinere Gegenangriffe gegen den Angreifer viel einfacher wären.

Es gab drei Haupt-Festungen: Sargans, Gotthard, St.Maurice. Nach Getarnter Bunker auf Rateneinem Angriff wären die Bahnlinien unterbrochen worden, durch Sprengung der Tunnels am Gotthard und Simplon. Am Rand des Reduit waren Befestigungen vorbereited, um den Vormarsch der Angreifer so lang wie möglich aufzuhalten, Brücken waren für die Sprengung vorbereitet. Kaum ein Hügel oder Berg war Getarnter Bunker auf Ratenohne Befestigung oder Beobachtungsposten. Die Idee: den "Eintrittspreis" so hoch als möglich zu drücken.

Der kleine Kanton Zug, als Teil dieses Reduit-Randes, hatte etwa 170 Befestigungen; und etwa 80 sind bis heute noch sichtbar. Das Ziel der "Militär Historischen Stiftung Zug" ist es, diese Zeugen der jüngeren Geschichte für die Nachwelt zu erhalten.

Für Wanderer befinden sich einige der Befestigungen an herrlichen Aussichtspunkten. Zum Teil sind sie etwas versteckt im Wald, teilweise überwachsen mit Gestrüpp.

Vier Beispiele:

bulletAm offensichtlichsten ist wohl die Befestigung auf dem Zugerberg, zwischen Vorder- und Hintergeissboden mit den zwei Tankfallen, die die Asphaltstrasse unterbrechen.
bulletEine andere ist die 650m lange Tankfalle auf dem Sibrisboden.
bulletAuf dem Gottschalkenberg, beim Bellevue: zwei Maschinengewehr-Stellungen sind immer noch sichtbar (Am Waldrand, 100m W des Aussichtspunktes)
bulletAuf dem Raten befindet sich in einer der Weidscheunen ein getarnter Bunker (Bilder oben).

Links: 
http://davekopel.org/2A/OthWr/Target_Switzerland.htm (engl.)
http://mhsz.ch/

Stichwort: "operation tannenbaum"

Buch:
Die Schweiz im Visier
Die bewaffnete Neutralität der Schweiz im zweiten Weltkrieg
Novalis / Rothenhäusler
Deutsche Uebersetzung (durch Isabella Erni und Livia Meister) des Buches:
“Target Switzerland ”: Swiss Armed Neutrality in World War II.
Stephen P.Halbrook, Sarpedon Publishers,
Rockville Centre , NY

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Kirchturm und Kirche St. Martin

Der Kirchturm ist etwas sonderbar. Vermutlich wurde er von Edeln von Barro gebaut, ein Verkaufsvertrag von 1308 dokumentiert eine Handänderung. Vermutlich aus praktischen Ueberlegungen wurde er als Turm für die damals neue Kirche gebraucht. Im unten erwähnten Buch wird bezweifelt, dass der Turm älter als die gegenwärtige Kirche sei. Die Lage und die Anzahl der Fenster und die Anzahl der der Stockwerke und deren unterschiedliche Höhen sind voller Symbolik. Lit: Heimatbuch Baar, 1952: Der mystische Turm, Karl Müller.

Das Uhrwerk wurde 1526 durch Uhrmacher Liechti in Winterthur beigefügt; 1604 ergänzt durch Viertelstunden-Schlag. Während der Renovation 1961 wurde ein zweiter Zeiger in die Anzeige auf den drei Zifferblättern beigefügt. Die Uhr funktioniert heute Elektro-mechanisch; das alte Uhrwerk wurde im Turm belassen, es ruht.

Die heutige Kirche ist die letzte von etwa fünf an etwa der selben Stelle, die Erste wahrscheinlich vor 876 (überreste einer römischen Behausung wurden ebenfalls gefunden). Einen Nachweis für eine Siedlung "Baar" gibt es erst 200 Jahre später, 1045. 
Das Schiff war in der damalige Periode (15. Jh.) eines der Grössten. Zu jener Zeit wurde auch der Turm beigefügt (oder die Kirche zum Turm!).
Das Spezielle: es gibt keine Säulen für das Tragen der Decke. 1645 wurde das Dach erneuert durch ein Meisterstück der Zimmermanns Kunst. Die früheren Säulen wurden entfernt, man hatte nun eine hängende Decke.

An einer der Seiten der benachbarten Kapelle St. Anna (500 Jahre alt) war früher ein Fenster, in dem Gebeine von Verstorbenen aufbewahrt wurden.

Das Lothringer Kreuz war ein Symbol, dass die Kirche zu einem Patriarchat und/oder einem Kloster gehörte. Baar war in Verbindung mit Habsburg, Kloster Kappel, Kloster Fraumünster Zürich (Frankenkönig Karl III war der Bruder von äbtissin Berta), Klöster Schänis, St.Gallen, Rheinau.
1527, bevor die religiösen Probleme ausser Kontrolle gerieten und vor dem Ausbruch der Religionskriege, kaufte die Kirchgemeinde Land und Titel vom Kloster Kappel zurück (einer der Gründe für den Begriff "alt fry Baar")

Quelle: Kirche St. Martin, Heimatbuchkommission Baar, 1974
Kunstdenkmäler der Schweiz, Kanton Zug 1943, Band 1, Zug-Land, S 26 ff

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Glocken:

Die allerersten Kirchenglocken (aus Blech) wurden bei der Christianisierung durch irische Mönche mitgebracht.

Im Baarer Kirchturm sind 5 Glocken. Die östliche Arkadenöffnung (gegen das Rathaus hin) ist grösser als die anderen drei, vermutlich für das Aufziehen der Glocken. Der Glockenturm zeigt Jahreszahlen aus dem 13.Jahrhundert, der Glockenstuhl 1597 und die Aufhänge für die grosse Glocke 1797.

Grosse Glocke:
Gegossen 1597, durch Mauritz Schwarz Luzern. 
Gewicht 3200 kg, Durchm. 174 cm.

Zweite Glocke:
Endglocke, Totenglocke Männer.
Gegossen 1465 durch ??. 
Gewicht 1500 kg, Durchm.134 cm.

Dritte Glocke:
Betglocke, Wisiglocke ("Wisiglocke": Hinweis zum Beten). Früher drei mal täglich für den "Englisch Gruss" ("Ave Maria", "Gegrüsst seist Du Maria...") geläutet.
Gegossen 1519 durch Hans I. Füssli Zürich. 
Gewicht 1985 alte Pfund (ca. 1000 kg), Durchm. 116 cm.

Vierte Glocke:
Wyberglocke, Totenglocke für Frauen.
Gegossen in Zug, das zweite Mal in Constanz, das dritte Mal in Baar durch Uttiger (er war Leiter der Rosenlächerschen Giesserei in Konstanz), Inschrift über Hungersnot von 1817.
Gewicht 550 Kg, Durchm.99 cm

Fünfte Glocke:
Totenglocke für Kinder.
Gegossen 1407 durch ??, 
Gewicht 240 kg, Durchm.74 cm.

Bei der Renovation um 1961 wurde auch darüber dikutiert, ob das Geläute, das bei Kennern als zum Teil dissonant empfunden wurde, klanglich verbessert werden solle. Die Baarer Stimmbürger lehnten das Ansinnen ab, "Ihr" Geläute solle ruhig einen echten "Baarerischen" (Miss-)Klang haben.

Quellen: Heimatbuch Baar 1954, Dr. Oskar Fäh

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altes Pfund

Im 11. Jh.: Aus 1 Pfund Silber wurden 240 Pfennige, enthaltend je 1.52 g Silber gemacht. (1 Pfennig = 20 Schillinge)

Bis ins 19 Jh. entsprach 1 Pfund:
Preussisches Pfund: 467.11 g
Oesterreich/Bayern: 560 g
Württemberg: 486.419 g
England: 453.59 g

Ab 1856: 1 Pfund = 500 g
Ab 1884: 1 Pfund = ½ kg

Aus "Grosser Herder", 1934

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Joel R. Poinsett

Wohl die wenigsten Schweizer, die sich am "Weihnachtsstern" erfreuen (die Zimmerpflanze mit den auffälligen roten Blättern in der Winterzeit, als Stern inmitten der grünen Pflanze), wissen dass der Name Poinsettia von Joel R. Poinsett stammt. Während seiner Zeit in Mexico war er fasziniert von dieser Pflanze und brachte sie in die USA, aber auch die Europäer schätzen die Pflanze.

Poinsett war ein weltoffener Politiker, Militärspezialist, Botaniker, ein Freund der Literatur, Berater und vieles mehr. Seine Eltern stammten aus Frankreich. Er war Senator für Charleston in South Carolina und wurde vom achten Präsident, Van Buren, ins Kabinett berufen für Aufgaben im Department of War.

Poinsett war beeindruckt vom politischen Geschehen um 1800: 
die französischen Truppen hatten gerade unser Land verlassen und die Schweiz erlebte während der Zeit der Helvetik gewaltige Unruhen. Poinsett war fasziniert von der Art wie die Bergler daran gingen die Probleme nach ihrem Gusto "zu regeln". Er wurde mit einigen der Führer bekannt und reiste nach Zürich und Bern, wo er in einen Trupp geriet, der gegen Bern marschierte, um die ungeliebten Aristokraten zu vertreiben. Er wurde eingeladen, mitzuziehen. Nach der erfolgreichen Kampagne (Stecklikrieg) zog Poinsett weiter nach Genf, wo er mehrere Monate blieb und verschiedene Persönlichkeiten traf, wie Mme de Staël, oder Mr. Livingston, den Amerikanischen Minister für Frankreich.

Englischer Text

 

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